Stillberatung im Rahmen der Nachsorge

 

Warum ist das Stillen eigentlich so wichtig werde ich immer wieder gefragt. Die Vorteile liegen auf der Hand.

Stillen ist

  • praktisch und kostengünstig, denn Nahrung ist jederzeit und überall richtig temperiert und in ausreichender Menge zur Hand,
  • eine optimale Basis zum Aufbau und zur Vertiefung der Mutter-Kind-Beziehung,
  • im Regelfall mit geringerem Medikamentenbedarf für die Rückbildung verbunden
  • die bestmögliche Nahrungsversorgung und dient zum Aufbau der Immunabwehr des Kindes. Gestillte Kinder haben nachweislich ein geringeres Allergierisiko.
  • auch für die Mutter von wesentlicher Bedeutung da Frauen die stillen, seltener Gewichtsprobleme haben und eine geringeres Risiko haben, an Brustkrebs, Diabetes oder Osteoporose erkranken.

Ich gebe Ihnen Tipps zum Stillen und zur Brustpflege und helfe Ihnen, falls nötig, beim richtigen Anlegen Ihres Säuglings, bei Stillproblemen, Milchstau, einer Brustentzündung oder anderen Herausforderungen rund um das Thema Stillen. Durch das Stillen ermöglichen Sie Ihrem Kind einen optimalen Start ins Leben. Deshalb ist es wichtig, dass hier alles optimal funktioniert.

Sollte es doch einmal Probleme geben, bekommen wir das gemeinsam schon hin. Da ich selbst Mutter von 4 Kindern bin und alle meine Kinder gestillt habe (auch unsere Zwillinge) bestehen hier jede Menge eigene Erfahrungswerte, die ich zu Ihrem Vorteil mit einbringe.

Stillen ist der natürlichste Vorgang der Welt
und ein Stück Evolutionsgeschichte!!! 

 

Fragestellungen sind im Kontext des Stillens häufig:

► Wird mein Kind satt und nimmt es ausreichend zu?

► Warum ist das Gewicht nach der Geburt rückläufig?

► Wie hoch sollte die Gewichtszunahme wöchentlich sein?

► Wie ist der optimale Stillrhythmus und gibt es überhaupt einen optimalen
     Rhythmus für das Stillen?

► Hat mein Kind Hunger wenn es schreit oder gibt es andere Ursachen?

► Soll ich Milch abpumpen, wieviel, wie und wo optimal lagern?

► Ab wann sollte ich zufüttern?

► Wie lange sollte ich stillen und wann ist der optimale Zeitpunkt
     abzustillen?

► Welche Flaschen- oder Gläschennahrung ist empfehlenswert (z.B.
     Bionahrung)?

Diese und andere Fragestellungen beantworte ich Ihnen gerne
und gebe praktische Tipps!

 


Hinweis:

Ich biete Ihnen eine Stillberatung und die Behandlung von Stillproblemen ausschließlich im Rahmen der angebotenen Nachsorge- und Wochenbettbetreuung. Eine telefonische Beratung zum Thema Stillen biete ich nicht an, da die Fragestellungen rund ums Stillen sehr individuell sind und nur im Rahmen einer intensiven Betreuung sinnvoll beantwortet und behandelt werden können.  

Eine telefonische Beratung erscheint deshalb nicht sinnvoll!


Ernährungsberatung in der
Phase der Beikosteinführung

 

Beikosteinführung

Zunächst bleibt festzuhalten, dass die Beikosteinführung kein Grund ist, um abzustillen. Beikost und Stillen schließen sich nicht aus, im Gegenteil. Stillen Sie Ihr Kind so lange Sie können und Ihr Kind davon satt wird. Eine bessere Nahrung  als die Muttermilch, wird der Mensch nie zubereiten können. Die Natur ist eben genial. Millionen Jahre Evolutionsgeschichte lassen sich im Labor nicht mal eben nachholen!

 

 

Der richtige Zeitpunkt

Frühestens ab dem 5. Monat ist das Baby motorisch in der Lage mit der Zunge Nahrung zu formen und sie einzuspeicheln. Dann erst bildet der Magen die Lipase (ein fettspaltendes Enzym).
Erst zu diesem Zeitpunkt sollte mit Beikost begonnen werden.

Auch wenn manche Mütter das Abstillen kaum erwarten können, so ist es doch meist ratsam, damit zu warten und die Beikost unter dem Schutz er Muttermilch zu geben. Die Muttermilch bietet zudem noch genügend Nährstoffe für den Säugling, auch wenn sich der Eisen- und Nährstoffgehalt langsam verringert.

Zusammenhang zwischen Nahrungsaufbau und Allergien

Der Darm spielt beim Immunsystem des Menschen eine entscheidende Rolle. In den Darmzotten bilden sich Immunkörper, die für die körpereigene Abwehr gegen Fremderreger zuständig sind. Wird der Darm im Säuglingsalter durch zu frühe Beikost und/oder zu viele verschiedene Eiweiße überfordert, können sich diese Immunkörper nicht richtig bilden bzw. entwickeln. Sie greifen dann später ganz normale Stoffe (Fremdeiweiße) an und lösen damit eine Überreaktion aus - die Allergie. Laktose- und Glutenintoleranz und andere Nahrungsmittelallergien sind heute leider weit verbreitet. Bekannte Ursachen oder Verdachtsmomente sollte Sie gezielt ausschließen.

Ursachen für Probleme mit der Verdauung

Der Verlauf der Schwangerschaft oder Unruhe in der Familie können Gründe sein. In der Stillzeit spielt auch die Ernährung der Mutter eine wichtige Rolle:

  • Ein Großteil unserer Nahrungsmittel beinhaltet Bindemittel und andere Zusätze, die zu Verdauungsproblemen führen können. Eine möglichst natürliche Ernährungsweise mit frischen, unveränderten Lebensmitteln ist wichtig. Der Darm des Säuglings ist zwar von Natur aus auf Muttermilch eingerichtet, jedoch setzt dies eine natürliche Ernährung voraus, wie sie unsere Vorfahren gelebt haben.
  • Komplexe Kohlenhydrate lösen Blähungen aus. Je nach Veranlagung kann man darauf mehr oder weniger empfindlich reagieren. Diese Empfindlichkeit wird meist auch vererbt. Komplexe Kohlenhydrate sind z.B. Getreide, Kohl, Zwiebeln, verschiedene Gemüsesorten, Hülsenfrüchte. Auch einfache Kohlenhydrate wie Zucker, oder Weißmehlprodukte und auch Milchprodukte und Fette zählen zu den Auslösern von Blähungen.

► Milch- oder Gemüsebrei?

Es wird nicht mit Milchbrei begonnen! Auch Schmelzflocken und andere Getreidezusätze in der Milch sollten nicht gegeben werden. Dies gilt auch für die Abendflasche. Getreide wird erst als letztes Nahrungsmittel auf den Speiseplan aufgenommen.

Sie beginnen folglich mit Gemüsebrei!

► Zu welcher Mahlzeit gebe ich den ersten Brei?

Der erste Brei wird mittags gegeben. Abends sollten keine überfordernden Mahlzeiten gegeben werden, da der Darm in der Nacht träge ist, also weniger gut arbeitet.

► Welche Nahrungsmittelreihenfolge ist einzuhalten?

Der erste Brei besteht aus Kartoffeln und einer Gemüseart aus der Gruppe der Kürbisgewächse. Wer selbst kocht, muss darauf achten, dass die Kartoffeln arm an Nitrat sind, dies ist bei Bio-Kartoffeln gegeben.

Beginnt Ihr Kind im Frühjahr oder Sommer mit der Breinahrung, geben Sie als Gemüseart Zucchini; ist es jedoch Herbst oder Winter, geben Sie Kürbis.

Bei Kartoffeln und Kürbis bleiben Sie bei allergiegefährdeten Babys 4 Wochen lang. Machen Sie sich keine Sorgen, dass es Ihrem Kind dabei an irgendetwas mangeln könnte: In der Kartoffel ist alles enthalten was das Kind braucht, zusätzlich wird es weiterhin mit Muttermilch gestillt. Stillen Sie Ihr Kind nach der Breimahlzeit. Nach 4 Wochen können Sie das nächste Gemüse in den Nahrungsplan einführen und bleiben wieder 4 Wochen dabei. Gehen Sie nach der folgenden Reihenfolge vor:

zunächst: Fenchel ► Steckrübe/Pastinaken ► Blumenkohl

später:     Kohlrabi 
► Erbsen ► Tomaten

 

 

Testen Sie jedes Nahrungsmittel 4 Wochen lang auf Verträglichkeit. Zeigen sich Unverträglichkeiten, wissen Sie sofort woran es liegt. Gehen Sie in einem solchen Fall eine Stufe zurück zum vorherigen Nahrungsmittel und bleiben Sie zunächst weitere 4 Wochen dabei.

Merke: Eier und Fisch dürfen erst nach dem ersten Geburtstag gegeben werden,
            ebenso Kuhmilch!!!

 

► Gläschen oder selbst Kochen – ein kurzer Überblick

Gläschen

Pro

  • ausgezeichnete Qualität durch strenge Kontrollen,
  • ohne Pestizide, Dünger, Nitrat und strenge Kontrollen auf Rückstände
  • sanftes Dünsten
  • keimfreie Dampfsterilisation
  • schnelle, einfache Zubereitung

Kontra

  • unübersichtliche Sortenvielfalt führt zu Überforderung des Darms > Allergien
  • Inhalt und "ab"-Altersangaben nicht immer noch ernährungswissenschaftlichen Gesichtspunkten
  • Kost wird fast immer zu früh empfohlen > führt möglicherweise zu schweren Resorptionsstörungen im Darm
  • zu viel Salz, Eiweiß, Zucker
  • zu viele Zusatzstoffe wie Bindemittel, versteckter Zucker, Gewürze (lösen Allergien aus)
  • ist 3 Mal so teuer wie selbst gekocht mit Bio-Gemüse
  • Gläschen müssen gelagert werden (Platzproblem) und entsorgt werden (Glascontainer)

 

Selbst kochen

Pro

  • Kind gewöhnt sich langsam an Nahrungsmittel
  • optimale Verdauung und frühzeitige Vermeidung von Allergien
  • frühzeitiges Feststellen von Unverträglichkeiten durch wenig vermischte Nahrung
  • nach ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen hergestellt
  • ursprüngliches Gemüse wird herausgeschmeckt und die Kinder entwickeln Geschmack für Gemüse sowie Vollkorn und essen es später gern
  • wenig bzw. keine Zusatzstoffe, Gewürze, Salz, Bindemittel
  • kostengünstige und einfache Herstellung
  • gute Lagerung durch einfrieren, wenig Müll
  • individuell ans Kind angepasste Portionierung

Kontra

  • hygienische Verhältnisse müssen bei der Zubereitung einwandfrei sein
  • Pürierung muss durch speziellen Pürierstab erfolgen (Mixer/Häcksler reicht nicht), damit sie fein genug ist
  • Saisongemüse kann anstrengend sein (z.B. Kürbis schälen)

 Wenn Sie sich entschließen den Gemüsebrei und später auch den Obstbrei selbst herzustellen, sollten Sie unbedingt Biogemüse verwenden. Herkömmliches Gemüse enthält neben den vielen Schadstoffen auch fast immer viel zu viel Nitrat. Wer sich wegen der Kosten Gedanken macht: Auch wenn Bio-Gemüse teurer ist, so ist ein Brei aus Biozutaten immer noch deutlich günstiger als Gläschenkost. Durch die Verwendung saisonaler Gemüse- und Obstsorten können die Kosten außerdem gering gehalten werden.

 

 

Fragen über Fragen?
Gerne beantworte ich Ihnen alle Fragen rund um die Beikost, spreche Empfehlungen aus oder versorge Sie mit Tipps und Rezeptideen!

 

 

 

Bon appetit!!!

 

 

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Hebamme Andrea Wagner | hebamme-neuss@tele2.de / Tel. 0173/2711292